Die Anfänge des Christentums in dieser Gegend reichen bis in die Römerzeit, ca. um das Jahr 300 n. Chr., zurück. Speyer war der Ausgangs- und Bezugspunkt des kirchlichen Lebens. Bereits für das Jahr 346 n. Chr. wird ein Bischof Jesse von Speyer in Urkunden erwähnt. Zeichen für aufblühendes christliches Leben sind der erste Dombau zu Speyer (622-638 n. Chr.), die Gründung des Klosters Lorsch (764) sowie der Klöster Gottesaue (1150) und Maulbronn (1156).
Benediktinermönche aus dem elsässischen Kloster Weißenburg haben im 8. Jahrhundert in der Hardt gewirkt. Auf dem "Kirchberg", dem flachen Erosionsrest des "fressenden Rheins", stand zu dieser Zeit wahrscheinlich schon eine kleine hölzerne Kirche. 1365 ist erstmals eine Kirche auf dem Kirchberg urkundlich erwähnt. Der Patron dieser Kirche war der heilige Pankratius, 304 als Märtyrer gestorben. Seit 1556, als die Reformation auch für Liedolsheim eingeführt wurde, war das Dorf praktisch rein evangelisch. Nur vereinzelt kamen Katholiken durch Zuzug nach Liedolsheim, unter anderem "Hirten und arme Hintersassen ohne Bürgerrecht" wie in alten Urkunden steht. Zur Mitfeier der heiligen Messe mussten diese nach Huttenheim oder Neudorf, die katholischen Dörfer im ehemals speyerischen Hoheitsgebiet. Das bedeutete weit über eine Stunde Fußweg. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 kamen ca. 350 Katholiken, die aus den deutschen Ostgebieten (Batschka, Mähren, Böhmerwald) stammten und von dort vertrieben worden waren, nach Liedolsheim. Damit wurde ein Raum für die Feier der heiligen Messe gebraucht. Zunächst stellte der Schulleiter dafür einen Schulsaal zur Verfügung. Ein Kaplan aus Huttenheim erteilte Religionsunterricht. Wesentlich dazu beigetragen, dass Katholiken aus 17 verschiedenen Diözesen, zur Gemeinde zusammenwuchsen, hat die Religionslehrerin Aloisia Lipsky, geb. Wondra. 1947 stellte die evangelische Gemeinde zunächst ihre Kirche und 1949 ihren Gemeindesaal für die sonntägliche Eucharistiefeier zur Verfügung. Die Glocken der evangelischen Kirche luden morgens um 8 Uhr die Katholiken Liedolsheims zu ihrem Gottesdienst. 1952 erwarben die Katholiken einen Bauplatz für eine neue Kirche im "Kirchfeld". 1956 wurde mit dem Kirchbau begonnen. Viele Katholiken halfen den Handwerkern um Gottes Lohn beim Bau. Am Sonntag, den 26. Mai 1957 wurde die Kirche durch den Geistlichen Rat Dekan Gothe, Pfarrer von Huttenheim, eingeweiht. Die feierliche Konsekration fand erst am 23. März 1971 durch den Freiburger Weihbischof Karl Gnädinger statt.