Konzertbericht vom Sonntag 07.11.2010

Das Blasorchester des Musikvereins „Harmonie“ gab am Sonntag in unserer Kirche Maria Königin dieses festliche Konzert. Es bot das vielseitige Programm mit klassischen Werken von Schubert und Wagner sowie moderne Werke zeitgenössischer Komponisten.

Die Konzertbesucher wurden mit dem sehr getragenen Ceremonico auf das eindrucksvolle und sehr dynamische Konzert eingestimmt und von Herrn Pfarrer Feger begrüßt. Die Sinfonie von Schubert stellte hohe Anforderungen an den Dirigenten Dietmar Schulze und die Musiker. Bei der Bewältigung dieser anspruchsvollen und schönen Aufgabe zeigten sie ihr großes Können und erfreuten die Zuhörer.

Herr Pfarrer Feger bereitete das vorgezogene Tongemälde über den Orkan Kyrill vor, erinnerte an die Ereignisse von Anfang 2007 und seine Folgen. Das Orchester machte die Umsetzung zu einem großen Erlebnis. Sehr realitätsnah tobte der Orkan akustisch durch die Kirche, so dass die Zuhörer verwundert nach den Klangquellen forschten.

Dem Posaunenensemble gelang es mit den beiden „Ohrwürmern“ das Publikum mitzureissen. Das 15 köpfige Ensemble musizierte nach Manier einer big band sehr konzentriert, engagiert und exakt. Es war ein Genuss zuzuhören.

Herr Pfarrer Feger fragte nach der Zulässigkeit dieser weltlichen Musik im kirchlichen Raum. Er bejahte dies, da die Musik die Sprache der Transzendenz, Verkündigung und Inspiration zum Handeln ist.

Für die Interpretation des Flight of Valor setzte der Dirigent Dietmar Schulze die ganze große Klangfülle des Orchesters ein. Fast theatralisch und bombastisch brachte das Orchester dieses große Werk mit exaktem Zusammenspiel und beachtlicher Lautstärke zu Gehör.

In seinem Schlußwort wies Herr Pfarrer Feger darauf hin, dass Musik da beginnt, wo die Sprache endet. In enger Zusammenarbeit mit der Orchesterleitung moderierte er auch die abschließende Hymne und die Zugaben sehr präzise und informativ. Die Hymne war ein gelungener Abschluss dieses sehr schönen Konzertes.

In der ersten Zugabe wurden die Besucher durch den sehr selbstsicheren Gesang der kleinen Tochter des Dirigenten, Johanna Schulze überrascht. Sie sang mit Orchesterbegleitung aus einem Musical von Mozart.

Als zweite Zugabe präsentierte das Orchester noch ein Stück von Richard Wagner. Reich beschenkt von allen Mitwirkenden verließen die Konzertbesucher das Gotteshaus und gaben ihre Anerkennung in zwei aufgestellte Tenorhörner.